Strecke

Streckenplan

von Meppen bis Essen (Oldb.)

Die Eisenbahnstrecke Meppen - Essen(Oldb) als Gesamtheit wurde in mehreren Abschnitten fertiggestellt :

Auf dem Gebiet der damaligen preußischen Provinz Hannover
am 13.10.1894 der Abschnitt Meppen - Haselünne als Kreisbahn Meppen-Haselünner-Eisenbahn (MHE),
am 15.5.1902 der Abschnitt Haselünne - Herzlake (MHE),
am 01.9.1907 der Abschnitt Herzlake - Lewinghausen (MHE).

Auf dem Gebiet des damaligen Großherzogtums Oldenburg
am 12.8.1888 der Abschnitt Essen(Oldb) - Löningen als Staatsbahn Großherzoglich Oldenburgische Eisenbahn (GOE),
am 01.9.1907 der Abschnitt Löningen - Lewinghausen (GOE).

Eigentums- und Betreiberwechsel:
am 01.4.1920 der Abschnitt Essen(Oldb) - Lewinghausen von GOE an Staatsbahn Deutsche Reichsbahn (DR), ED/RBD Münster
am 07.9.1949 der Abschnitt Essen(Oldb) - Lewinghausen von DR an Staatsbahn Deutsche Bundesbahn (DB), BD Münster
am 18.12.1975 der Abschnitt Lewinghausen - Löningen von DB an MHE
am 22.8.1979 der Abschnitt Löningen - Essen(Oldb) von DB an MHE
am 01.01.1993 Gesamtstrecke Meppen - Essen(Oldb) von MHE an Kreisbahn Emsländische Eisenbahn (EEB)

Die Strecke beginnt im DB-Bahnhof Meppen. Seit 1954 verlässt sie diesen in nördlicher Richtung und führt dann (teilweise auf einem recht hohen Damm) in das Gelände der Wehrtechnische Dienststelle 91 für Waffen und Munition (WTD 91, umgangssprachlich auch als Erprobungsstelle bezeichnet) der Bundeswehr. Hinter dem Bahnhof Vormeppen, wo sich heute der Lokschuppen der Emsländischen Eisenbahn befindet und der zu beiden Seiten von der Erprobungsstelle eingeschlossen ist, führt die Strecke beidseitig eingezäunt noch einige Kilometer durch das Gelände, bevor sie bei Bokeloh wieder freies Feld erreicht. Hier wird auch die alte Streckenführung wieder weitergeführt: bis 1954 führten die Gleise in einem Bogen durch einige Meppener Ortsteile, mit dem geplanten Bau des Ems-Seitenkanals wurde die Strecke jedoch nach Norden verlegt, da das bereits vorhandene Anschlussgleis zum Schießplatz schon mit Brücken für diesen Kanal ausgestattet war.

Über Felder und an einigen Ortschaften entlang geht es weiter nach Haselünne.
Die großzügigen Anlagen des Bahnhofs und der Ladegleise lassen sofort den einstigen Betriebsmittelpunkt erkennen, heute ist das Bahnhofsgebäude eine Kunstschule, der Lokschuppen wird von den Eisenbahnfreunden Hasetal genutzt.

Etwa 10 km weiter wird Herzlake erreicht, wobei der Ort seit 1989 nicht mehr durchfahren wird. Als nämlich die Umgehungsstraße neu gebaut wurde, wurde auch die Strecke der MHE, die vorher einen Bogen durch den Ort

beschrieb, begradigt und befindet sich daher seitdem komplett auf der nördlichen Seite der Umgehungsstraße. Da aber der Ort weiterhin einen Gleisanschluss behalten wollte, wurde eine Stichstrecke zum alten Bahnhof gebaut, über die auch heute noch regelmäßig Güterverkehr läuft.

Parallel zur Bundesstraße 213 führt die Strecke weiter, das Bahnhofsgebäude des ehemaligen Übergabebahnhofs Lewinghausen ist heute noch als Wohnhaus vorhanden. Neben dem durchgehenden Hauptgleis gibt es keine weiteren Gleisanlagen mehr. Auf der Betriebsstelle Helmighausen ist das östlich der Kreisstraße befindliche Ladegleis noch vorhanden.
Im Ortsbereich Löningen veränderten sich im Jahre 2010 bei umfangreichen Straßenbaumaßnahmen die kompletten Gleisanlagen. Am durchgehenden Hauptgleis entstand ein neues Bahnsteiggleis vor dem Bahnhofsgebäude, während die Gütergleise in Höhe eines Futtermittelwerkes außerhalb der Ortslage neu angelegt wurden (Löningen Gbf). Nach insgesamt 52,2 km wird die DB-Strecke Osnabrück-Oldenburg in Essen(Oldb) erreicht.