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Wichtige Fahrgastinformation !!!

Aufgrund von umfangreichen Reparaturmaßnahmen ist die Dampflok NIEDERSACHSEN derzeit nicht einsetzbar. Es sollten eigentlich "nur" die Kesselrohre erneuert werden, doch wie es bei einer fast Hundertjährigen so ist, hat der Kesselsachverständige leider noch weitere Mängel gefunden. So mussten der Aschkasten und Teile der Rauchkammer teilweise bis vollständig erneuert werden. Diese Arbeiten konnten leider nicht durch die ehrenamtlich aktiven Mitglieder erledigt werden, so dass der Verein auf Fachwerkstätten angewiesen war. Inzwischen sind die meisten Baustellen abgearbeitet und die NIEDERSACHSEN stand bereits ein erstes mal zur Warmdruckprobe unter Dampf. Aber es muss noch an einigen Stellen nachgearbeitet werden.
Da die Freizeit und die Anzahl der aktiven freiwilligen Mitglieder knapp ist, wird die Dampflok auch am 07.09. nicht eingesetzt werden können. Daher werden unsere Züge wieder von der Diesellok V23 gezogen.
Wir würden uns trotz der Umstände über einen Besuch und eine Mitfahrt in unserem Zug freuen, da wir durch die kostenspielige Reparatur der Dampflok auf jeden Cent und vielleicht eine Spende angewiesen sind. Natürlich ist eine Besichtigung der Dampflok an den Fahrtagen und an den Arbeitseinsätzen an jedem Mittwoch ab 16.00 Uhr im Lokschuppen in Haselünne möglich. Dort können Sie sich über den weiteren Fortgang der Arbeiten informieren oder besser noch gerne"mit anpacken". Ansonsten werden wir in regelmäßigen Abständen über den Fortgang der Arbeiten an der Dampflok auf unserer Website oder bei Facebook informieren.

Vielen Dank für Ihr Verständnis

Thorsten Weber
(1. Vorsitzender, EF Hasetal, Haselünne)

Mitgliederversammlung am 4.3.2016

Bericht des kommissarischen Vorsitzenden
Wie allgemein bekannt, ist - neben vielen anderen Erfordernissen - der Fahrweg elementarste Grundlage für den Eisenbahnbetrieb. Im Berichtszeitraum stand uns dieser Fahrweg erneut nicht vollumfänglich zur Verfügung. Nachdem während der Sommerfahrplanperiode 2015 - dank touristischer Hilfestellung durch Wilhelm Koormann und seiner Crew - zumindest der nicht mehr gesperrte Abschnitt Haselünne Herzlake befahren werden konnte, hat die EEB am 11.6.2015 das Zuführgleis zum Lokschuppen sowie die davon berührte Weiche wegen des offensichtlich abgängigen Zustandes gesperrt. Also erneuter - diesmal totaler - Stillstand.
Kurzzeitig danach erfolgte Gespräche mit dem zuständigen EBL erbrachten zunächst keine Fortschritte, da die EEB für die erforderliche Gleisreparatur keine Geldmittel aufwenden wollte. In diesem Zusammenhang war von einem mittleren 5-stelligen Betrag die Rede. Es brachte dann das Gespräch bei Haselünnes Bürgermeister Werner Schräer am 30.6.2015 doch noch Bewegung in die Sache. Der offenbar gute Draht zum Landkreis Emsland führte letztlich zur Bereitstellung der nötigen Mittel aus einer speziellen Haushaltsstelle des Landkreises. Dies bestätigte EEB-Geschäftsführer Heinz Rosen anlässlich eines Telefonates am 15.7.2015. Darin erklärte die EEB ihre Bereitschaft, das erforderliche Material (gebrauchte aber abnahmefähige Gleisjoche nebst zugehöriger Weiche) aus ihrem Bestand zur Verfügung zu stellen sowie die Reparaturarbeiten kurzfristig auszuschreiben und in Auftrag zu geben. Dies geschah dann auch. Somit war es möglich, am 03.9.2015 im Beisein von LR Reinhard Winter, der stv. LRin Margret Berentzen, MdL Bernd-Carsten Hiebing, Bürgermeister Werner Schräer und EEB-Geschäftsführer Heinz Rosen dem Haselünner Lokschuppen seinen Anschluss an das Gleisnetz zurückzugeben. Während dieses Termins sicherte Rosen zu, dass die EEB ab sofort wieder Trassenbestellungen für die gesamte Strecke Meppen – Essen(Oldb) entgegen nimmt. Klartext : Die Streckensperrung für den Personenverkehr ist aufgehoben. Insoweit ist dem vorgenannten Personenkreis - auch von dieser Stelle aus - erneut außerordentlich zu danken; denn wie bereits gesagt, ohne Fahrweg kein Betrieb. Von daher bleibt festzustellen, dass in dieser Hinsicht wohl auf absehbare Zeit von einer stabilen Gleislage ausgegangen werden kann.
Neben dieser nervigen Periode der Gleissperrungen und der dadurch bedingten Umsatzeinbußen infolge von Zugausfällen galt gleichwohl weiterhin die verpflichtende Hinwendung dem Status der eingesetzten Fahrzeuge. Für diesen Bereich kann erfreulicherweise verkündet werden, dass die Hauptuntersuchung des Güterwagen 1 (ehemals bekannt als „Berentzen-Wagen“) am 13.12.2015 mit Erteilung der Abnahmebescheinigung durch den Sachverständigen abgeschlossen wurde. Der Wagen steht also für die nächsten 6 Jahre dem Eisenbahnbetrieb wieder zur Verfügung.
Die Umbauarbeiten der Heizanlagen in den Personenwagen von kohlegefeuerten Öfen auf WebastoHeizungen nahmen wider Erwarten doch deutlich mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich geplant. Die Ursache liegt hier in der Unterschiedlichkeit der Wagenbauarten sowie der dadurch bedingten Anpassungen und Modifizierungen beim Einbau selbst begründet. Es ist aber davon auszugehen, dass im Laufe diesen Jahres die erforderlichen Abnahmebescheinigungen für die Wagen 8 und 12 durch den Sachverständigen erteilt werden. Bei den Wagen 2 und 6 ist das bereits der Fall.
Desweiteren muss der Wagen 12 nach Ende der Kohlfahrten am 12.3.2016 außer Betrieb gesetzt und zur Hauptuntersuchung vorbereitet werden. Fristablauf für diesen Wagen ist am 22.4.2016. Darüber hinaus gilt es, den Fokus insbesondere auf die Dampflok zu richten. Als noch nichtbe- triebsgefährdende Schwachstellen sind hier der Rohrsatz, der Aschkasten sowie die durch Ab- zehrung nicht mehr gegebenen Nachstellmöglichkeiten der Kuppelstangenlager zu nennen. Diese 3 Komponenten müssen daher bei den Lokeinsätzen weiterhin unter aufmerksamer Beobachtung bleiben. Mit Blick auf diese Baustellen bleibt erkennbar, dass insgesamt auch künftig von hohem Arbeitspensum auszugehen ist.
Für den nach wie vor erweiterungsbedürftigen Personalbereich gibt es auch Positives zu vermelden: Jan Dobelmann hat die Ausbildung zum Lokheizer am 13.12.2015 erfolgreich beenden können. Der Prüfsachverständige hat ihm die entsprechende Befähigungsbescheinigung zukommen lassen. Gratulation !
Alle diese Arbeiten und Aktivitäten sind namentlich bei Betrachtung der beschränkten Einnahmen durch die bereits geschilderten Zugausfälle kein Selbstläufer, sondern nur durch Ausgabendisziplin und entgeltfreie Arbeitsleistung innerhalb ehrenamtlicher Vereinsstrukturen realisierbar. Insoweit ist der Verein - was den Berichtszeitraum anbelangt - trotz aller Ausgaben finanziell mit einem blauen Auge davongekommen. Aloys Hegge wird nachher Näheres dazu berichten.
In diesem Zusammenhang seien auch die Kohlfahrten genannt, die sich durch hohe Buchungszahlen belegt, anhaltenden Zuspruchs erfreuen. Diese überraschend starke Nachfrage wird durch Einlegung eines zusätzlichen Verkehrstages am 12.3.2016 aufgefangen.
Der Sommerfahrplan 2016 ist seit geraumer Zeit im Internet veröffentlicht. Zusätzlich der dort dargestellten Zugfahrten für das geneigte Reisepublikum konnten bis jetzt bereits 4 Charterfahrten mit interessierten Reisegruppen in 2016 fest vereinbart werden.
Wenn also in naher Zukunft keine unvorhersehbaren Misslichkeiten - in welchem Bereich auch immer - auftreten, dann kann doch mit moderater Zuversicht die Saison 2016 angegangen werden. Gleichwohl wird es weiterhin erforderliche Aufgabe sein, sich einer nachhaltig wirkenden Rekru- tierung qualifizierten Betriebspersonals zu befleißigen.
Im Fazit und am Ende dieses Kurzberichtes sei allen Aktivisten - auch Jenen, die namentlich nicht genannt wurden, aber am Gelingen des Betriebes insgesamt in irgendeiner Weise beteiligt waren sowie auch allen Anderen, welche durch gönnerhaftes Wohlwollen ihren Beitrag leisteten, bestens gedankt. ---
Jochen Vollmer

Der neue Vorstand

1. Vorsitzender: Thorsten Weber
2. Vorsitzender: Marc Hüstermann
Schriftführer: Dr. Wolfgang Schröder
Schatzmeister: Aloys Hegge
Technische Leiter: Daniel Riesenbeck
Jugendwart: Jan Dobelmann

Foto: Thorsten Weber