Archiv 2011

Infobrief des Vorsitzenden

Liebe Eisenbahnfreunde!

Wie gewohnt, für die, die leider nicht zur Generalversammlung kommen können, ein kleiner Rückblick - gleichsam als „Spotlight" - auf die zurückliegende Saison, verbunden aber auch mit einem eher skeptischen Blick auf das vor uns Liegende.

Der betroffene Zeitraum war für den Verein vor allem geprägt von enorm kostspieligen Reparaturen, Umbauten und Sicherheitsinvestitionen in unsere Fahrzeuge.

Im November 2009 lief bekanntermaßen die Frist für den Kessel der Dampflok ab und nachdem auch wenigstens 3 Rohre in der Sommersaison 2009 geplatzt waren, dämmerte uns, dass einiges auf uns zukommen würde, nicht nur an enormem Arbeitseinsatz, sondern auch an Kosten. Um es kurz zu fassen: Es gibt kaum noch Betriebe in Deutschland, die Dampfloks zertifiziert reparieren können und „Meiningen" hat einen solchen Kleinkram gar nicht mehr nötig. In Telegrammform: Vorarbeiten an der Lok (Eigenleistung; Transport zu MaLoWa; Aufschweißen des Kesselbodens, Erneuerung von Deckenankern, Stehbolzen, Rohren, Lichtmaschine, Dampfstrahlpumpe uva.; Rücktransport nach Haselünne auf dem Tieflader, (mit Unfall); TÜV; Wiederaufbau z.B. von Schornstein, Dom usw... ein glücklicher Verein, nach dem ersten Anheizen. Dafür bekam Thorsten Weber auch noch 6 historische Loklampen spendiert...ein glücklicher Thorsten! Zuletzt erhielt auch das Laufwerk noch eine Beleuchtung! Ergebnis: optisch umwerfend, sehenswert!

Gleichzeitig sollte ja auch die V 32 (von der BP) noch eine EBO-Zulassung für öffentliche Strecken bekommen! Umbau durch die Fa. Reuschling: SiFa-Einbau; Drehstromlichtmaschine, in Haselünne... Nun ist sie zwar abgenommen und fahrfertig, aber (Heiliger Bürokratius, hilf uns!) die Zulassung durch die Landeseisenbahnaufsicht fehlt noch!

Das gleiche Amt hat uns gezwungen, die vom TÜV-Rheinland genehmigte Ofenheizung für die kulinarischen Fahrten hinter stabile Gitter (es könnte ja zu Berührung der geheizten Ofenflächen kommen - dass das die Generationen vor uns überlebt haben!) zu stecken; eine historische Zumutung, da es sich um einen Museumszug handelt!

Wir haben in der letzten Zeit oft „die Hand in der Tasche geballt ob solchen unnötigen Aufwandes für das Ehrenamt! Aber, da es gelungen ist, mit Hilfe vieler, die uns helfen, das Ganze zu finanzieren und dass es weitergehen kann, hat uns immer wieder ermutigt. Schließlich mussten von den Hasetalgemeinden, von der EU, von uns ( 30 %), insgesamt am Ende ca. 120.000 € aufgebracht werden. Dafür sei allen, die dazu beigetragen haben, herzlich gedankt.

Das ganze Geschehen ist eigentlich nur noch mühsam als Hobby zu bezeichnen!
... und deshalb ist die drängendste Frage, wie geht' personell weiter? Das Fachpersonal (Lokführer, Heizer, Rangierer, Zugführer) geht uns aus unterschiedlichen Gründen aus. Und die Neuausbildung ist kaum noch bezahlbar oder sogar unmöglich, weil keiner die länger gewordene Ausbildung in seiner freien Zeit mehr geregelt bekommt!
Hat einer eine Idee??? Wie's weitergeht...

Gut Dampf! ... und danke für alles, an alle, die was tun!



Euer Franz-Josef Berg

Sie ist wieder da !

Am 25.11.2010 ist unsere Damplok wieder in Haselünne angekommen. In den frühen Morgenstunden erreichte der Schwertransport der Firma Többe den Haselünner Bahnhof. Unsere Lok hatte allerdings unterwegs einen Unfall auf der Autobahn bei Hildesheim verursacht. Ein Puffer hatte sich von der Lok gelöst, so dass eine Feder auf die Fahrbahn fiel und 4 nachfolgende PKW und einen LKW beschädigte. Personen kamen dabei nicht zu Schaden. Zur Zeit werden noch fehlende Teile an der Lok wieder montiert. Wenn alles gut geht, wird sie zu den Nikolausfahrten wieder "unter Dampf" zu bewundern sein.

Es dampft wieder im Hasetal

"Niedersachsen" unter Dampf

Zwei Wochen lang arbeiteten Thorsten Weber, Marc Hüstermann, Robert Teise mit großer Unterstützung von Lukas Schlömer und Daniel Riesenbeck nach Feierabend bis teilweise tief in die Nacht, um die Dampflok NIEDERSACHSEN für die Nikolausfahrten betriebsfähig herzurichten. Nach der Anlieferung von der Firma MaLoWa aus Benndorf waren noch viele Restarbeiten zu erledigen. Am Samstag um 15.00 Uhr hat Karl-Heinz Stiekamp vom TÜV Nord die Lok begutachtet und abgenommen, sodass sie nun wieder für Sonderfahrten zur Verfügung steht.

Stand der Reparatur

- Thorsten Weber war am Wochenende in Benndorf, um nachzuschauen, wie weit die Arbeit an unserer Dampflok fortgeschritten sind.
Bislang wurden das Führerhaus, der Dampfverteiler, die Strahlpumpen und die Kesselerkleidung demontiert und mit dem Herausbohren der alten Deckenstehbolzen begonnen.
Parallel beginnt die Neuanfertigung der neuen Deckenanker. Da der endgültige Arbeitsaufwand für die weiteren Arbeiten, wie das Aufschweißen der Kesselsohle nicht absehbar ist, kann noch keine Angabe zum Fertigstellungstermin gegeben werden.

- Was unsere V 32 betrifft, so hat der Vorstand beschlossen, dass die Diesellok eine Lichtmaschine erhalten soll, die für einen zuverlässigen Betrieb erforderlich ist.
Der Auftrag zur Fertigstellung der V 32 ist der Reuschling AG erteilt worden. Wie lange die Reparatur dauert, können wir noch nicht absehen.

Angekommen

Unsere Lok NIEDERSACHSEN ist wohlbehalten bei der Malowa-Bahnwerkstatt in Benndorf angekommen. Marc Hüstermann und Thorsten Weber waren schon früh losgefahren, um vor Ankunft des LKW vorort anwesend zu sein. Nach dem Abladen wurde unsere Lok zunächst in der Sandstrahlhalle hinterstellt. In Kürze wird der Kessel zur Bestandsaufnahme besichtigt werden, worauf hin auch hoffentlich bald die Arbeiten zur Aufarbeitung beginnen werden.

Lokverladung

Am Samstag, den 13.03.2010 wurde die Dampflok NIEDERSACHSEN mit Hilfe zweier Autokräne der Firma Gertzen auf einen Tieflader des Transportunternehmens Többe geladen. Am Montag wird die Lok zur Malowa Bahnwerkstatt nach Benndorf transportiert, wo der Kessel eine umfangreiche Aufarbeitung erhält. Zum Arbeitsumfang gehören der Einbau von 96 neuen Deckenstehbolzen, Auftragsschweißen an der Langkesselsohle und der Einbau eines neuen Rohrsatzes. Über den Fortgang der Arbeiten werden wir hier regelmäßig informieren.

Neue Lok im Hasetal

Dank der Beziehungen unseres Lokführers Hans Böringschulte konnten die Eisenbahnfreunde Hasetal von der BP Raffinerie in Lingen-Holthausen die Werklok 5 (Deutz 57145, Baujahr 1960, Typ A6M 528) übernehmen. Nachdem die Übernahmeverhandlungen schon im Juli abgeschlossen waren, wurde die Lok durch die Emsländische Eisenbahn GmbH von Holthausen nach Haselünne überführt. In Haselünne bekommt die Lok eine Hauptuntersuchung, bei der eine Lichtmaschine eingebaut und die Beleuchtung den offiziellen Bestimmungen angepasst werden muß. Im Werksverkehr hatte die Lok wegen Explosionsschutz nur eine Beleuchtung mittels Batterie. Nach einer abschließenden Neulackierung in RAL 3004 mit elfenbeinfarbener Zierlinie im Stil der ehemaligen MHE und HKB soll die neue Lok die V23 entlasten. Über die Aufarbeitung werden wir regelmäßig unter AKTUELLES berichten.

Zum Schluß möchten sich die Eisenbahnfreunde Hasetal noch einmal ganz herzlich bei allen beteiligten Mitarbeitern und Werkseisenbahnern der BP Raffinerie Holthausen bedanken, die die Übernahme der Lok ermöglicht haben.